Architektur des Griffbretts

Nachdem man sich mit den Tonleitern in der ersten Lage vertraut gemacht hat, ist das nächste Ziel, dieses Wissen über das gesamte Griffbrett zu erweitern. Bevor man verschiedene Systeme wie die „Fünf Positionen“, „Sieben Positionen“ oder „CAGED“ lernt, ist es sinnvoll sich Gedanken über die Architektur des Griffbretts zu machen:

  • Die vier Finger der linken Hand greifen unterschiedliche Töne auf verschiedenen Saiten.
  • Ist eine konsequent steigende (oder fallende) Folge an Tönen zu spielen, werden zum flüssigen Spiel verschiedene Finger genutzt.
  • Die Saiten werden so gewechselt, dass die Handposition möglichst „in einer Lage“ ruht.
  • Es ergibt sich ein Fingersatz.

Die Anwendung

Die C-Dur-Tonleiter aus dem obigen Beispiel kann nach diesem Gedankengang auf vier verschiedene Weisen auf das Griffbrett übertragen werden ohne eine Leersaite zu spielen:

  • Startpunkt Zeigefinger in der III. Lage
  • Startpunkt Mittelfinger in der II. Lage
  • Startpunkt kleiner Finger in der V. Lage
  • Startpunkt Zeigefinger in der VII. Lage (identisch zu Punkt 1)

beobachtungen

Die Form der resultierenden Fingersätze ergibt sich maßgeblich aus dem „Start-Finger“. Die Fingersätze sind in jeder Lage reproduzierbar, da die Bünde immer den Abstand eines Halbton-Intervalls und die Saiten immer den Abstand eines Quart-Intervalls haben. Einzige und wichtige Ausnahme ist der Übergang von der G- zur H-Saite, welcher das Intervall einer Terz formt.  

Der Übeplan

Diese Fingersätze über eine Oktave bilden die Grundlage der Zusammenhänge auf dem Griffbrett. Sie sollten zunächst vom Grundton auf der E- und A-Saite aufwärts bis einschließlich der G-Saite erarbeitet werden. 

  1. Wähle einen beliebigen Grundton und eine Tonart, zum Beispiel: D-Moll.
  2. Erarbeite dir die Fingersätze mit den Grundtönen auf E- und A-Saite bis zum 12. Bund.
  3. Wiederhole den Prozess mit einer weiteren Tonart.  

Im folgenden Schritt können die Fingersätze über zwei Oktaven kombiniert werden. Somit erarbeitet man sich ein solides, grundton-zentriertes Verständnis des Griffbretts und gelangt zu den gleichen Fingersätzen wie in den bekannten Systemen, allerdings mit einer besseren Detail-Übersicht.

In dem folgenden PDF findest du die Fingersätze über eine Oktave sowie die Übersicht der vollständigen 5 Positionen (CAGED).

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